Podcast erstellen: So startest du deinen eigenen Podcast

Einen eigenen Podcast zu erstellen und zu starten ist für viele Unternehmerinnen und Unternehmer der nächste logische Schritt in ihrem Business.

Weshalb? 🤷‍♂️

Relativ einfach: Mit einem Podcast bringst du dich selbst, dein Business und ebenso deine Angebote in die Köpfe der Menschen.

Aber wie macht man einen Podcast?

Kann ich einen Podcast selber machen?

Womit fängt man an und womit hört man auf?

Die Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen geht es in dieser mehrteiligen Serie zum Thema Podcast starten.

Shownotes zur Podcast-Folge

✅ So findest du das richtige Podcast-Thema

✅ Podcast Namen finden leicht gemacht

✅ So findest du das richtige Podcast Mikrofon

✅ Podcast Software: Mit diesen Apps deinen Podcast aufnehmen

✅ Warum du deinen Podcast auch auf YouTube hochladen solltest

Equipment:

📌 Rode NT USB *

📌 Rode Procaster *

📌 Focusrite Scarlett *

📌 Beyerdynamic DT 770 Pro Kopfhörer *

Software:

📌 Audacity

📌 Adobe Audition

📌 Hindenburg

📌 Reaper (mit Erweiterung Ultraschall)

Hosting:

📌 Podigee

📌 LetsCast.fm

Weitere Links:

🎧 Webseite Einfach Podcasten

📣 Podcast Stories Community

🎯 Podcast Stories Kennenlerngespräch

🚀 für Podcast-Starterinnen und -starter: Die Podcast Kickstarter Community

🚀 für Podcasterinnen und Podcaster: Die Podcast Stories Academy

Podcast erstellen leicht gemacht

Einen eigenen Podcast zu erstellen ist für viele der nächste Schritt im Bereich Marketing, um damit sich selbst und natürlich auch die eigenen Produkte und Dienstleistungen in die Sichtbarkeit zu bringen.

Doch wie kann ich jetzt mit dem Projekt Podcast starten?

Welche Schritte sind notwendig?

Worauf sollte ich bei den einzelnen Schritten achten?

Denn viele Podcasts sind oft genauso schnell wieder von der Bildfläche verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Teilweise sogar schneller. 😉

Und um dir dieses Schicksal zu ersparen, möchte ich dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für deinen optimalen Podcast Start an die Hand geben.

Podcast starten: deine Ziele

Bevor du dir Gedanken über Thema, Titel und co. machst, solltest du einen Schritt zurückgehen und erst mal darauf schauen, welche Ziele du eigentlich mit deinem Podcast verfolgen möchtest.

Denn je nach Ziel ergibt sich eine andere Herangehensweise an den Podcast und abhängig von deinen Zielen entscheidet sich auch, welche Formate und co. Sinn machen oder nicht.

Folgende Ziele könnten das sein:

Es gibt übrigens nicht DAS eine Ziel, sondern es können auch mehrere Ziele in Kombination sein.

Vielleicht sagst du jetzt auch, dass du alle Ziele davon verfolgst.

Klar, im Grunde ist das auch möglich. Aber was genau sind deine 2-3 primären Ziele davon?

Möchtest du den Podcast primär als Marketing-Instrument und Vertriebskanal in dein Business integrieren, dann sind es vermutlich die Ziele Sichtbarkeit (Person/Unternehmen), Expertenstatus und Kundengewinnung.

Liegt der Fokus eher auf dem Geld verdienen und willst du den Podcast selbst als Business aufbauen, dann wären die primären Ziele vermutlich eher im Aufbau einer Community und der Monetarisierung über diese Reichweite.

Somit ist der erste wichtige Schritt: Lege deine primären Ziele fest, die du mit dem Start deines Podcasts erreichen möchtest.

Denn nur wenn du weißt, wo du damit hin willst, kannst du auch die Segel genau in diese Richtung setzen und loslegen.

Podcast erstellen: Das Podcast-Thema

Im nächsten Schritt machen wir mit einem der wichtigsten Themen überhaupt weiter: Deinem Podcast-Thema.

Wenn du jetzt einen Podcast starten willst, stehst du vor der ganz entscheidenden Frage: Worüber soll es im Podcast eigentlich gehen? 🤷‍♂️

Bist du selbst Experte im Bereich Fliegenfischen und machst seit Jahren nichts anderes? Was liegt also näher als darüber auch einen Podcast zu machen?

Oder bist du im Bereich als Business-Coach seit Jahren selbstständig und hilfst deinen Kundinnen und Kunden hier regelmäßig weiter? Dann schreit alles ja förmlich danach, dass dein Podcast genau zu diesem Thema bald in den Podcast-Regalen steht. 😉

Wichtige Aspekte bei der Themenwahl:

  • Im jeweiligen Thema sollte deine Leidenschaft liegen
  • Das Thema muss dir Spaß machen und du solltest im Idealfall dazu einiges erzählen können
  • Du kannst dich mit dem Thema identifizieren

Denke bei der Themenauswahl langfristig und prüfe für dich, ob das Thema genügend „Futter“ – also Content-Ideen – für einen Podcast hergibt.

Podcast selber machen: Die richtige Zielgruppe

Jetzt weißt du, wo du mit dem Podcast hin willst (Ziele) und bist du dir darüber klar, um welches Thema es im Podcast gehen soll. Im nächsten Schritt geht es darum, wen du mit den Inhalten eigentlich ansprechen willst. Kurzum: Es geht um deine Zielgruppe.

Viele angehende Podcasterinnen und Podcaster haben sich noch nie mit ihrer Zielgruppe beschäftigt und kennen sie schlicht und ergreifend auch nicht.

Andere haben Bedenken ihre Zielgruppe zu stark einzuschränken, da sie vermuten, dass jede Verkleinerung automatisch zu weniger Hörern führt.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall!

Wer versucht alle zu erreichen, der erreicht niemanden!

Und das ist Fakt!

Der Erfolg eines Podcasts steht und fällt mit der Definition der richtigen Zielgruppe.

Wenn du Inhalte produzierst, die deine Zielgruppe nicht interessieren, wird dein Podcast nicht angehört und vielleicht von Abonnenten früher oder später wieder deabonniert.

Eigentlich logisch, oder? 😊

Es ist wichtig deine Zielgruppe so genau wie möglich auf eine spezielle Gruppe einzuschränken. Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto erfolgreicher wird dein Podcast.

Verrückt, oder?

Und keine Sorge: Du kannst gar nicht zu spezifisch werden.

Ok zugegeben: Es gibt immer jemanden der übers Ziel hinaus schießt. 😉

Daher gilt es, wie überall im Leben, die Waage zu halten und nicht zu extrem ins Detail zu gehen. Deswegen möchte ich dir an der Stelle eine kleine Hilfestellung an die Hand geben.

Folgende Einschränkungen solltest du bei deiner Zielgruppe in jedem Fall machen:

  • Geschlecht
  • Altersbereich
  • Interesse/n

Folgende Aspekte kannst du zusätzlich berücksichtigen, um noch weiter einzuschränken:

  • Familienstand
  • Bildungsstand
  • Einkommen
  • Berufsgruppe

Wie so eine Zielgruppen-Definition aussieht?

Hier findest du meine Zielgruppe meines Finanz-Podcast dem Investor Stories Podcast:

Männer zwischen 25 und 45 Jahren, die sich für die Themen Finanzen und Geldanlagen interessieren und ihr Geld selbstständig (ohne Bankberater oder Ähnliches) investieren möchten. Sie sind digital affin, haben einen höheren Bildungsabschluss und sind beruflich etabliert.

Podcast erstellen: Dein/e Wunschhörer/in

Alles klar. Zielgruppe: Check! 🙌

So, jetzt wo du deine Zielgruppe festgelegt hast, folgt Schritt Nummer 2: du definierst deinen ganz persönlichen Wunschhörer (oder natürlich auch Wunschhörerin – für eine bessere Lesbarkeit habe ich es mal beim Wunschhörer belassen und bitte um Nachsicht 😉).

Dein Wunschhörer ist eine ganz bestimmte Person aus deiner gesamten Zielgruppe. Dabei ist es egal, ob diese Person wirklich existiert oder frei erfunden ist.

Dein Wunschhörer hilft dir dabei, deine Inhalte und das Konzept deines Podcasts genau auszurichten.

Bist du dir nicht sicher, ob ein Interviewgast für deine Hörerinnen und Hörer interessant ist?

Frag deinen Wunschhörer!

Du fragst dich, welche Themenschwerpunkt in deinen Solo-Folgen behandelt werden sollen?

Frag deinen Wunschhörer!

Fragst du dich, wie häufig du eine Podcast-Folge veröffentlichen solltest?

Frag deinen Wunschhörer!

Ist ebenso ein Co-Host-Format für deine Hörerschaft interessant?

Frage deinen Wunschhörer!

Dein Wunschhörer ist dein Sparringspartner für all deine Fragen zu deinem Podcast.

Natürlich kannst du diese Person nicht wirklich fragen, jedoch weißt du genau, welche Probleme deinen Wunschhörer beschäftigen, welche Sorgen, Ängste und Wünsche es gibt und welche Bedürfnisse erfüllt werden sollen.

Auf diese Weise kannst du dir damit deine Fragen selbst beantworten.

Das solltest du für deinen Wunschhörer festlegen:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Herkunft (Wohnort)
  • Interesse/n
  • Beruf
  • Familienstand
  • Probleme deines Wunschhörers (z.B. weiß nicht, wie beim Thema Vermögensaufbau anfangen soll, etc.)
  • Wünsche deines Wunschhörers (z.B. hätte gerne mehr Geld, etc.)
  • Bedürfnisse deines Wunschhörers (z.B. Anerkennung, Lob, Status, etc.)

Somit weißt du jetzt, worum es im Podcast gehen soll und an wen du dich damit richten willst.

Natürlich musst du dem Kind jetzt auch noch einen Namen geben.

Podcast starten: Der Podcast-Titel

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob der Podcast-Titel denn überhaupt so wichtig ist.

Glaub mir eins: Der Titel ist definitiv ein wichtiger Erfolgsfaktor für deinen Podcast.

Aber warum eigentlich? Ist es denn guter Content nicht viel wichtiger? 🤷‍♂️

Doch klar! Guter Content ist ein sehr wichtiger Aspekt. Aber was bringt dir der beste Content, wenn deine Zielgruppe nicht auf deinen Podcast aufmerksam wird?

Nehmen wir mal an, jemand betreibt einen Podcast mit dem Titel „Meeresrauschen“.

Was könnte sich nun dahinter verbergen? 🤔

Vielleicht ein Podcast für Angler oder Surfer? Oder geht es in dem Podcast um Menschen, die am Meer leben? Oder ist es doch ein Podcast für Segel-Fans?

Der Podcast-Titel ist nicht eindeutig genug und lässt zu viel Interpretationsspielraum.

In dem Podcast kann es zum Beispiel um alles gehen was mit dem Meer zu tun hat. Vielleicht hat der Macher den Titel auch nur gewählt, weil er einfach schön klingt und das eigentliche Thema ist was ganz anderes.

Die Folge: viele potenzielle Hörer werden nie auf den Podcast aufmerksam, da nicht klar ist, worum es im Podcast eigentlich geht.

Du siehst, wenn ein Podcast-Titel nicht eindeutig genug ist, kann es sein, dass ein großer Teil deiner Zielgruppe deinen Podcast nie finden wird.

Die Folge: deine Hörerzahlen bleiben deutlich unter deinen Möglichkeiten.

Und ganz ehrlich: das muss nicht sein!

Du fragst dich jetzt vielleicht: Muss denn aus dem Titel immer klar hervorgehen, um was es im Podcast geht?

Nein, keine Sorge. Denn passend dazu ist:

Der Untertitel

Lass uns ein weiteres Beispiel anschauen.

Nehmen wir an, die Betreiber des Podcasts „Meeresrauschen“ haben das Problem erkannt und sich dafür entschieden, den Podcast um einen Untertitel zu erweitern. Künftig tritt der Podcast unter folgendem Titel auf: „Meeresrauschen – Dein Podcast rund um das Thema Angeln“.

Was ist nun passiert? Der Titel ohne Untertitel war nichtssagend und ließ viele Fragen offen.

Ein kurzer Untertitel, der die Zielgruppe des Podcasts direkt anspricht, schafft sofort Klarheit. Jeder, der sich mit dem Thema Angeln beschäftigt bzw. beschäftigen möchte, weiß sofort: der Podcast ist wie für mich gemacht.

Hast du beim Podcast-Titel einen Fantasie-Namen im Kopf und möchtest diesen unbedingt verwenden? Dann solltest du deinen Podcast um einen aussagekräftigen Untertitel erweitern.

Doch selbst wenn Titel und Untertitel aussagekräftig genug sind, lauern viele Stolperfallen, die dafür sorgen können, dass dein Podcast nicht gefunden wird.

Deswegen möchte ich dir zusätzlich fünf wichtige Dinge für deinen Podcast-Titel und -untertitel mit auf den Weg geben die du vermeiden solltest:

  1. Zungenbrecher
  2. Verwendung bestimmter englischer Begriffe (z.B. Success, Wealth, etc.)
  3. Wörter mit verwechselbarer Schreibweise (z.B. Schifffahrt, etc.)
  4. Unaussprechbare Namen oder Wörter
  5. exotische Fremdwörter

So und jetzt viel Spaß beim finden des richtigen Podcast-Titels. 🙂

Podcast erstellen: Das Podcast-Cover

Wenn du das erste Mal auf eine unbekannte Person triffst, gibt es nur eine Chance für den guten ersten Eindruck.

Das Gleiche gilt beim Podcast für das Podcast-Cover. Denn das ist das Erste, was ein potenzieller Hörer sieht, wenn er auf deinen Podcast aufmerksam wird.

Es klingt komisch, aber das Auge hört mit. 😉

Spricht das Cover potenzielle Hörer oder Hörerinnen nicht an, wird schnell weitergescrollt und nach einem anderen Podcast Ausschau gehalten.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass dein Podcast-Cover nicht nur einige wichtige Elemente zu deinem Podcast enthält, sondern auch deine Zielgruppe anspricht und natürlich auch optisch etwas hermacht.

Viele Podcasterinnen und Podcaster meinen es fast schon zu gut mit ihrem Cover und packen alles Mögliche hinein. Doch in dem Fall ist weniger mehr und ein aufgeräumtes Podcast-Cover mit klar lesbaren Inhalten spricht oft mehr an als eine völlig überladene Variante mit zu vielen Elementen.

Um mit deinem Podcast-Cover deine Zielgruppe besser ansprechen zu können, habe ich dir die vier wichtigsten Tipps dafür zusammengestellt:

  1. Podcast-Titel: Der Titel deines Podcasts sollte gut lesbar sein, auch wenn das Podcast-Cover entsprechend verkleinert wird. Denke dabei an die Listendarstellung in iTunes oder bei Spotify.
  2. Farbgestaltung: Die Farben im Podcast-Cover sollten so gewählt sein, dass sich die Schrift deutlich vom Hintergrund abhebt und gut lesbar ist. Es spricht nichts gegen ausgefallene Farben, solange alle Elemente gut erkennbar bleiben.
  3. Visuelles Storytelling: Erzähle mit deinem Podcast-Cover eine kleine Geschichte. Nutze hierfür verschiedene grafische Elemente, die zu deinem Thema passen. Gerne auch ausgefallene Grafiken, um aus der Masse hervorzustechen. Denke aber daran: weniger ist mehr.
  4. Grafische Umsetzung: Es spricht nichts dagegen, wenn du dein Podcast-Cover mithilfe von Grafik-Tools selbst erstellst. Vorausgesetzt, du weißt was du tust 😉. In allen anderen Fällen empfehle ich, die Erstellung an einen Profi auszulagern. Ein Podcast-Cover kann bereits für kleines Geld professionell erstellt werden.

Empfehlung: Designplattform 99Designs (Partnerlink)

Podcast machen: Die Podcast-Formate

Jetzt gibt es viele verschiedene Formate in der Podcast-Welt, aber ich möchte mich heute auf die drei häufigsten konzentrieren. Das sind Solo-Podcasts, die Co-Host-Show und das Interview-Format.

Solo-Podcasts

Bei Solo-Podcasts stehst du im Mittelpunkt des Podcasts und hast so natürlich auch die Möglichkeit dich und deine Expertise zu präsentieren.

Denn du bist der Einzige, der bei deinem Podcast auf der Bühne steht und deine Hörerschaft begeistern darf.

Das Solo-Format eignet sich daher perfekt für Coaches und Berater, die ihren Podcast als Marketing-Instrument nutzen möchten oder alternativ für klassische Alleinunterhalter (im positiven Sinn versteht sich 😉).

Co-Host-Format

Beim Co-Host-Format wiederum bist du nicht mehr allein im Ring, sondern teilst diesen mit deinem Co-Host bzw. Co-Hosts.

Ja, du hast richtig gehört: Es können auch mehr als 2 Personen einen Podcast machen.

Gerne werden Co-Host-Podcasts auch mal „Laber-Podcasts“ genannt und so falsch ist das ehrlich gesagt auch gar nicht.

Denn typischerweise sprechen zwei Personen über bestimmte Themen und bringen so dem Hörer unterschiedliche Sichtweisen näher.

Entscheidest du dich für dieses Format, dann solltest du dir mit deinem Co-Host unbedingt über die Ziele des Podcasts einig sein und ihr solltest von Anfang an eine Sprache sprechen. Also triff die Auswahl deines Co-Hosts weise.

Somit eignet sich das Co-Host-Format vor allem für jemanden, der das Ganze nicht allein machen und im Idealfall die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen möchte.

Interview-Format

Ein drittes und sehr verbreitetes Format sind Interview-Podcasts.

Hier lädt der Host einen Gast ein und interviewt diesen zu einem bestimmten Thema.

Ich weiß, wie unerwartet. 😅

Das können klassische Sach-Interviews sein, wo der Gast häufig Experte zu einem bestimmten Thema ist und dann Rede und Antwort steht oder alternativ auch Personen-Interviews, bei denen dann primär der Gast und seine Geschichte im Fokus steht.

Beim Interview-Format gibst du damit die Bühne für jemand anderen frei und hast keine große Möglichkeit mehr dich selbst als Experte zu positionieren.

Daher sind reine Interview-Podcasts primär für alle geeignet, die sich nicht selbst präsentieren wollen, sondern gerne mit anderen Menschen in Kontakt treten und im Idealfall das passende Fingerspitzengefühl mitbringen.

Unterm Strich solltest du dich für ein primäres Format entscheiden. Es spricht jedoch nichts dagegen auch andere Formate hin und wieder mit einfließen zu lassen. Sprich du kannst bei einem Solo-Podcast durchaus auch mal ein Interview mit reinbringen oder genauso andersrum bei Interview-Podcasts mal eine Solo-Folge machen.

Veröffentlichungs-Frequenz

Kommen wir jetzt zur Veröffentlichungs-Frequenz deines Podcasts.

Die häufigste Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ist: Wie häufig muss ich denn veröffentlichen, wenn ich mit dem Podcast erfolgreich sein möchte?

Stell dir mal vor, du interessierst dich für ein Thema und wirst auf einen Podcast aufmerksam.

Du hörst dir die ersten Folgen an und findest sie großartig. Also abonnierst du den Podcast. Und dann dauert es drei oder vier Wochen, bis die nächste Folge kommt.

Wenn du ein sehr geduldiger Mensch bist, bleibst du bei dem Podcast. 😉

Alle anderen suchen sich häufig andere Podcasts, die häufiger veröffentlichen.

Daher solltest du mindestens alle 2 Wochen eine neue Folge veröffentlichen. Im Idealfall einmal pro Woche. Seltener ist es dann eher ein nettes Hobby-Projekt und der Aufbau einer festen Hörerschaft wird sehr schwer.

Unterm Strich musst du für dich entscheiden, was du zeitlich leisten kannst und willst.

Podcast-Länge

Last but not least: Die Länge deiner Podcast-Folgen.

Laut verschiedener Umfragen bevorzugen Podcast-Hörer Folgen mit ca. 15-20 Minuten Länge. Aber auch längere oder kürzere Folgen können zum Ziel führen. Es kommt natürlich auch ein bisschen auf dein Thema, das Format und dich selbst an.

Während Solo-Folgen jetzt keine 2 Stunden dauern sollten und Interviews mit nur 10 Minuten Länge vermutlich etwas kurz geraten sind.

Ganz ehrlich: hier gibt es kein richtig oder falsch.

Es gibt sehr erfolgreiche Podcasts mit allen möglichen Folgen-Längen. Das geht von 5 Minuten pro Folge bis hin zu 8 Stunden pro Folge (kein Witz!).

Letztlich solltest du dich pro Format für eine ungefähre Folgen-Länge entscheiden und diese dann mehr oder weniger einhalten.

Beispielsweise könntest du jetzt sagen, dass deine Solo-Folgen immer um die 15 Minuten dauern und deine Interviews sich im Bereich um die 30 Minuten ansiedeln. Wenn dann mal eine Solo-Folge 20 Minuten dauert, ist das kein Beinbruch. Sollte aber auf einmal eine Solo-Folge zwei Stunden dauern, ist irgendwas falsch gelaufen. 😉

Das Ganze dient letztlich dir als ungefährer Richtwert. Nicht mehr, nicht weniger.

Das Podcast Equipment

Das Podcast Mikrofon

Beginnen wir gleich mal mit DEM wichtigsten Element beim Podcasten: dem Mikrofon.

Warum? 🤷‍♂️

Relativ einfach.

Stell dir mal vor du wirst auf einen Podcast aufmerksam.

Egal, ob über eine Empfehlung oder ob du danach gesucht hast.

Das Cover ist cool und spricht dich an.

Der Titel passt wie die Faust aufs Auge.

Du denkst dir: „Mega! Genau das, was ich gesucht habe!

Check! ✅

Bin dabei! 🙌

Dann hörst du dir direkt mal die aktuelle Folge an.

Und dann…

Entweder hörst du den Sprecher oder die Sprecherin gar nicht, weil der Ton so was von leise ist, oder du brauchst Ohrstöpsel, weil der Ton so was von laut ist, dass du direkt mal Ohrensausen hast.

Und von dem Hintergrundrauschen, halligem Ton, usw. sprechen wir erst gar nicht. 🙈

Ganz ehrlich: Wirst dir von so einen Podcast eine weitere Folge anhören, geschweige denn den Podcast abonnieren und langfristig hören? 😉

Ich würde behaupten nein.

Du willst einen guten Podcast machen?

Dann ist eine gute Audioqualität ist das A und O dabei.

Und genau deswegen solltest du an einer Stelle auf keinen Fall sparen: am Mikrofon.

Denn du kannst noch so guten Content machen – wenn der Ton schlecht ist, wird dein Podcast einfach nicht (gern) gehört.

Punkt! 😉

Dabei muss ein gutes Podcast Mikrofon nicht gleich vierstellig kosten.

Für etwa 100-150 EUR bekommst du bereits sehr gute Mikrofone, mit denen du und vor allem deine Hörerschaft lange Spaß haben werden.

Bei Mikrofonen gibt es zwei Anschlussmöglichkeiten: XLR oder USB.

Ein XLR-Mikrofon benötigt zusätzlich ein sogenanntes Audio-Interface.

Ein USB-Mikrofon funktioniert nach dem klassischen Plug and Play Prinzip.

Sprich anstecken und loslegen.

Und genau deshalb ist die USB-Variante auch meine persönliche Empfehlung zum Starten deines Podcasts.

Mein persönlicher Preis-/Leistungssieger an der Stelle ist und bleibt das Rode NT USB *.

Solltest du dich doch für die XLR-Variante entscheiden kann ich dir das Rode Procaster * in Kombination mit dem Interface Focusrite Scarlett * empfehlen.

Kopfhörer

Wenn du jetzt startest, fragst du dich vielleicht: brauche ich denn jetzt zwingend professionelle Kopfhörer und vor allem: wozu überhaupt? 🤷‍♂️

Für Starter sind professionelle Kopfhörer erst mal nice to have.

Mittelfristig aber durchaus sinnvoll für das eigene Audio-Monitoring – sprich das zu hören, was auch aufgenommen wird. 🙂

Auch im Bereich Kopfhörer gibt es natürlich wieder eine riesige Auswahl.

In Ear, On Ear oder Over Ear, Undercut Hintenrum Ear…

  • In Ear (Stöpsel im Ohr)
  • On Ear (auf dem Ohr aufliegend, aber nicht vollständig umschlossen)
  • Over Ear (umschließen dein Ohr komplett und schirmen super ab, so dass du nur das hörst, was du auch hören sollst)

Daher meine Empfehlung: Nutze Over Ear Kopfhörer.

Ich selbst nutze seit Jahren den Beyerdynamic DT 770 Pro Kopfhörer *.

Die Aufnahme-Software

So, Equipment steht.

Check! 🙌

Und jetzt? 🤷‍♂️

Jetzt willst du das, was du in dein Mikrofon reinsprichst ja auch irgendwie aufnehmen können, oder? 😉

Und genau da kommt eine Aufnahme-Software ins Spiel

Mit einer guten Aufnahme-Software kannst du das von dir Eingesprochene auch aufzeichnen.

Hinzu kommt, die Bearbeitung der Aufnahme. Sprich das Schneiden und Nachbearbeitung.

Sei es, um einen Versprecher, das ein oder andere Füllwört (das berühmte „Ähm“ lässt grüßen) oder vielleicht auch mal eine Denkpause rauszuschneiden.

Und natürlich gibt es nicht nur Solo-Podcasts, sondern auch Podcast-Folgen mit mehreren Tonspuren, wie z.B. bei Interviews.

Auch diese musst du zusammenführen und nachbearbeiten können.

Zu guter Letzte möchtest du ja sicher auch ein passende Podcast-Intro und/oder Outro und ggf. weitere Inhalte (z.B. Podcast Werbung) zu deiner fertigen Aufnahme hinzufügen können.

Und solltest du vielleicht doch ein bisschen Feinschliff bei der Audioqualität machen wollen, hilft ein gutes Audio-Programm auch dabei die Tonqualität nochmal ein Stückchen zu optimieren.

Beispielsweise kannst du das Hintergrundrauschen entfernen und die Lautstärke aller Sprecher angleichen.

Bei all diesen Dingen hilft dir ein passende Aufnahme-Tool.

Welche es da gibt? 🤷‍♂️

Du hast auch hier wieder die Qual der Wahl und aus den Vollen schöpfen.

Die bekanntesten Aufnahme-Programme für einen Podcast sind:

  • Audacity (kostenlos, plattformübergreifend)
    • Meine Empfehlung für den unkomplizierten Start mit überschaubarer Einarbeitung
  • Garageband (kostenlos, nur MAC)
  • Adobe Audition (kostenpflichtig)
  • Hindenburg Pro (kostenpflichtig)
  • Reaper mit Plugin Ultraschall (kostenpflichtig)
    • Meine persönliche Empfehlung, wenn du von Anfang an Zeit und Muse hast dich tiefergehender einzuarbeiten und professioneller aufgestellt sein willst

Ok perfekt.

Hardware steht.

Check! ✅

Software steht.

Check! ✅

Jetzt muss der Podcast und die fertigen Folgen nur noch das Licht der Welt erblicken und bei allen möglichen Podcast-Verzeichnissen verfügbar sein.

Aber wie? 🤷‍♂️

Und da kommt das Thema Podcast Hosting ins Spiel.

Podcast Hosting

Darunter versteht man nichts anderes, wie dass dein Podcast selbst inklusive aller Podcast-Folgen überall verfügbar gemacht werden.

Und bevor die Frage jetzt kommt: Ja, du kannst theoretisch deinen Podcast auch selbst über deine Webseite oder ähnliche Konstrukte hosten.

Dafür gibt es bei Bedarf entsprechende Plugins für WordPress und co., aber ganz ehrlich: Mach das nicht!

Warum? 🤷‍♂️

Du kannst bereits für sehr kleines Geld einen Podcast von einem professionellem Hosting-Anbieter hosten lassen.

Dort stehen dir dann nicht nur sehr viele nützliche Zusatzfeatures zur Verfügung, sondern du konzentrierst dich auf das, was du am besten kannst: Deinen Podcast machen.

Den Rest (also zumindest was das Hosting und die Verteilung angeht) übernimmt der Hosting-Anbieter. 😉

Du kannst dir einen Podcast Hoster vorstellen wie eine Online-Festplatte für deinen Podcast.

Dort wird dann ein Podcast-Telefonbucheintrag (RSS Feed) für deinen Podcast erstellt und um die wichtigen Meta-Daten, wie z.B. Podcast-Titel, Beschreibung, Autor und weitere Informationen angereichert.

Außerdem lädst du deine fertigen Podcast-Folgen dort hoch und ergänzt diese ebenso mit weiteren Meta-Daten pro Folge. Darunter der Folgen-Titel, die Beschreibung, die Shownotes und einiges mehr.

Über deinen Hosting Anbieter wird nun dieser Podcast-Telefonbucheintrag an verschiedene Podcast-Verzeichnisse einmalig angebunden.

Dazu gehören bekannte Plattformen, wie Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und Amazon Music.

Übrigens: Auch YouTube gehört mittlerweile zu einem der größten Podcast-Verzeichnisse und sollte unbedingt mit genutzt werden. 🙂

Die Podcast-Verzeichnisse greifen jetzt immer wieder auf diesen Podcast-Telefonbucheintrag (RSS Feed) zu und schauen, ob es Änderungen gab bzw. neue Folgen zur Verfügung stehen.

Und so kannst du deinen Podcast der breiten Masse zugänglich machen.

Bevor ich es vergesse: professionelle Podcast-Hoster bieten dir darüber hinaus auch noch viele zusätzliche grandiose Features.

Um nur mal einige zu nennen:

Du siehst: Ein professioneller Hosting-Anbieter gehört für mich zum Pflichtprogramm.

Welche es da gibt? 🤷‍♂️

Auch hier hast du wieder die Qual der Wahl.

Ich persönlich empfehle auf einen deutschen Hosting Anbieter zu setzen, um unter anderem datenschutztechnisch save zu sein.

Hier gibt es unter anderem:

Podcast erstellen – mein Fazit

Wie du siehst kommt man schnell vom Hunderstel ins Tausendstel.

Wenn du die ersten Schritte beim Start deines Podcasts gemacht hast, warten auch schon die nächsten Herausforderungen auf dich.

Letztlich soll dein Podcast für dich ja zu einem funktionierenden Kanal werden und dich in deinem Tun und in deinem Business unterstützen. Sprich dich und deine Angebote und Dienstleistungen in die Sichtbarkeit bringen, dich als Experte oder Expertin zu positionieren und über den Podcast langfristig auch neue Kunden zu gewinnen.

Wenn das dein Anspruch ist und du deinen Podcast von Anfang gezielt und strategisch aufsetzen möchtest, dann lass uns gerne sprechen: jetzt Kennenlerngespräch buchen




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