Das macht einen guten Podcast aus

0 Kommentare

Erfahre in dieser Folge, welche Bereiche dafür sorgen, dass dein Podcast zur Creme de la Creme des Podcast-Universums gehört und warum sich gute Podcasts vom Rest der Podcast-Welt klar abheben und langfristig durchsetzen.

Shownotes zur Podcast-Folge

Webseite Einfach Podcasten

Podcast Stories Community

Hörerfrage stellen für Q&A-Folge

Du möchtest einen eigenen Podcast starten oder deinen Podcast auf das nächste Level bringen? Dann lass uns gemeinsam herausfinden wo du aktuell stehst und was notwendig ist, um dich dahin zu bringen, wo du hin möchtest. Buche jetzt ein unverbindliches Podcast Stories Strategiegespräch: zur Terminvereinbarung

Inhalt der Podcast-Folge

In der heutigen Folge von Einfach Podcasten möchte ich mit euch über Podcasts sprechen. Ich weiß, wie unerwartet. Und zwar ganz konkret über Podcasts, die sich von anderen Podcasts klar abheben. Jeder will natürlich, dass sein Podcast zu den guten gehört. Aber was macht jetzt eigentlich einen guten Podcast aus? Und was unterscheidet diese Podcasts vom Rest des Podcast-Universums?

Genau dieser Fragestellung möchte ich jetzt heute mit euch auf den Grund gehen. Unterm Strich gibt es für mich vier große Bereiche, die an dieser Stelle eine Rolle spielen. Die vier großen Bereiche sind: Inhalt, Gesamtkonzept, Technik und Regelmäßigkeit.

Bereich 1: Inhalt

Lasst uns am Anfang direkt mal auf das Thema Inhalt eingehen. Ganz konkret geht es für mich um die Qualität der Inhalte, denn die spielt für mich eine sehr entscheidende Rolle. Jetzt kann man Podcasts in verschiedene Bereiche aufteilen oder verschiedene Kernbereiche, würde ich mal behaupten. Und zwar Unterhaltung, Wissensvermittlung und News.

Ja, ich weiß, die Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen sind fließend. Ein Podcast der Wissen vermittelt, kann natürlich auch unterhalten und gleichzeitig auch immer mal wieder News mit einfließen lassen. Aber der primäre Bereich bei Podcasts ist entweder Unterhaltung, Wissensvermittlung oder News. Dass die anderen Bereiche da mit einfließen versteht sich von allein. Und je nach Themengebiet müssen die Inhalte natürlich auch zur Zielgruppe passen und, was noch viel wichtiger ist, auch entsprechend aufbereitet werden.

Wenn du jetzt beispielsweise in einem Angelpodcast anfängst, über die neuesten Modetrends aus Paris zu erzählen, dann wirst du mit Sicherheit nicht viele Freunde finden. Erzählst du aber in einem Angelpodcast irgendwas über passende Funktionskleidung für Angler, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Und ein weiterer wichtiger Aspekt dabei ist, wie ihr die Themen an den Mann und an die Frau bringt. Bei News über sehr ernste Themen beispielsweise ist schwarzer Humor eher fehl am Platz, während das Ganze bei Unterhaltungspodcasts durchaus für entsprechende Würze sorgen könnte und das Ganze so ein bisschen aufpeppt. Möchte man jetzt mit seinem Podcast eher seriös auftreten und seine Expertise in bestimmten Themengebieten untermalen, dann sind lustige Kalauer, wie man sie zur Karnevalszeit kennt, auch eher nicht das Mittel der Wahl.

Und letztlich ist es nicht nur wichtig, wie ihr euren Hörern den Inhalt rüberbringt, sondern auch die Aufbereitung an sich. Bei kurzen, knackigen News aus der Szene macht es eher wenig Sinn, tiefer in die einzelnen Themen einzutauchen, während bei einem Wissens-Podcast gerne mal in die Tiefe gegangen wird und da mal tiefer in die Themen eintaucht. Unterm Strich heißt das für euch, die Inhalte und vor allem, wie die Inhalte auch vermittelt werden, muss an die jeweilige Zielgruppe angepasst werden und natürlich auch ans Thema selbst.

Dann ein weiterer wichtiger Punkt beim Thema Inhalt: Wenn Content erstellt wird für den Podcast, dann sollte der auch entsprechend gut recherchiert sein und, ja, wie man so schön sagt, kein schlechtes Halbwissen da verbreitet werden. Denn nichts ist schlimmer, als wenn man sich den Podcast dann anhört und selbst als vielleicht tiefer in der Materie Drinsteckender dann sagt: „O Gott! Was hat der denn jetzt da erzählt? Das stimmt ja hinten und vorne nicht!“ Denn dann ist der Ruf eines Podcasts ganz schnell dahin. Und so was muss nicht sein. Deswegen lieber mal eine Viertelstunde oder 20 Minuten mehr in die Recherche reinstecken als schlecht recherchiertes Halbwissen verbreiten.

Dann ein weiterer Punkt, den ich mir hier aufgeschrieben habe zum Thema Inhalt: Ein Podcast ist ja typischerweise keine Doktorarbeit. Deswegen sollte im Idealfall primär auf leicht verständliche Sprache gesetzt werden und das auch leicht verdaulich für eure Hörer aufbereitet werden. Ein ganz wichtiger Punkt dabei ist, dass ihr beim Inhalt auch den allseits beliebten roten Faden für eure Hörer erkennbar macht, so dass sie euch und dem Inhalt des Podcasts und der Podcast-Folge folgen können.

Ja, und zu guter Letzt beim Thema Content und Inhalt – ich glaube, das sollte euch allen bewusst sein, aber ich bringe es an der Stelle jetzt trotzdem noch mal an: Bietet euren Hörern unbedingt einen Mehrwert mit dem Podcast. Löst Probleme, bietet den Hörern einen Nutzen, seid eine Inspiration für die Hörer und helft ihnen, in bestimmten Bereichen weiterzukommen.

Und mein letzter Punkt zum Thema Inhalt ist: keine Verkaufsshow. Das heißt im Umkehrschluss: Macht aus eurem Podcast bitte keine Verkaufsshow und verwechselt euren Podcast nicht mit HSE24 oder irgendwas in der Richtung, wo ihr alle fünf Minuten eure Produkte oder fremde Produkte versucht an den Mann oder an die Frau zu bringen. Dafür ist der Podcast, also vor allem der Inhalt der Podcast-Folge nicht gedacht. Es gibt durchaus Möglichkeiten, wo das mal Sinn macht oder wo ihr auch im Rahmen einer Empfehlung beispielsweise einen Mehrwert liefern könnt, zum Beispiel mit einer guten Buchempfehlung, die an der passenden Stelle erwähnt wird. Aber grundsätzlich gilt: Macht bitte aus eurem Podcast keine Verkaufsshow!

Bereich 2: Gesamtkonzept

Dann kommen wir zum nächsten großen Bereich, der für mich einen guten Podcast ausmacht, nämlich das Gesamtkonzept. Hier spielen für mich mehrere Aspekte eine ganz wichtige Rolle, die irgendwo in dieses Gesamtkonzept und die Qualität einer Sendung mit reinspielen. Zum einen ist es der Moderator auf der einen Seite und ein stimmiges Konzept auf der anderen Seite.

Lasst uns mit dem Moderator beginnen. Ja, was macht den Moderator aus? Natürlich seine Persönlichkeit oder die Persönlichkeit der Moderatoren. Es können ja durchaus auch mehrere sein, zum Beispiel bei einer Co-Host Show oder Ähnlichem. Und ja, die Persönlichkeit des Moderators bedeutet im Umkehrschluss, dass der Moderator zum einen natürlich sich nicht verstellt und versucht, irgendwie eine andere Person zu sein, sondern so ist, wie derjenige auch wirklich ist. Und zwar mit allen Ecken und Kanten und Positivem wie Negativem. Denn genau das macht doch auch einen Menschen aus und gibt dem Podcast letztlich auch einen eigenen Stempel. Denn jeder ist anders. Und ganz ehrlich, das ist auch gut so.

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Thema Persönlichkeit eines Moderators ist natürlich auch dessen eigene Meinung. Und baut er diese eigene Meinung auch in den Podcast mit ein und vertritt sie vor allem und steht hinter seiner eigenen Meinung? Oder kaut er nur alles noch mal wieder, zum Beispiel auch bei Interviews, was das Gegenüber ihm irgendwo in den Mund legt? Oder erzählt er irgendwas, was schon an allen Ecken und Enden irgendwo mal berichtet wurde? Die Persönlichkeit des Moderators gibt dem Podcast noch mal einen ganz eigenen Stempel und macht einen Podcast auch noch mal spannend, auch wenn es vielleicht zu einem bestimmten Thema bereits mehrere Podcasts gibt.

Dann auf der anderen Seite spielt beim Moderator natürlich auch die Stimme durchaus eine Rolle, sprich die Stimmfarbe, die Lautstärke und ebenso die Rhetorik an sich. Wie kann sich derjenige ausdrücken und wie kommt es auch bei den Hörern an? Das ist ein Thema, was man auch beeinflussen kann. Nicht muss, aber kann. Also daran könnte man arbeiten, wenn man zum Beispiel eine sehr piepsige Stimme hat, wo vielleicht andere immer wieder zurückgeben: „Hm, ich würde mir zum Beispiel keine zweite oder dritte Folge anhören, weil da einfach für mich die Stimme nicht passt.“ Dann kann man an seiner Stimme natürlich arbeiten, indem man zum Beispiel dieser mithilfe von Stimmtraining mehr Ausdruck verleiht. Genauso kann man an seiner Rhetorik arbeiten oder auch an der Lautstärke, wie man spricht. All das sind Möglichkeiten oder Stellschrauben, an denen man drehen könnte.

Und zum Gesamtkonzept des Podcasts gehört natürlich auf der anderen Seite auch ein stimmiges Konzept des Podcasts an sich, sprich: Wie sind die Folgen aufgebaut? Wie werden Musik oder Soundeffekte genutzt? Also beispielsweise ein Jingle fürs Intro oder Outro. Denn Musik kann ja durchaus auch noch mal Emotionen transportieren und beispielsweise beim Intro mit der richtigen Musik auf den Inhalt hinarbeiten und den Hörer letztlich auch darauf vorbereiten und in die richtige Stimmung versetzen. Während Soundeffekte oder Musik während der Folge auch noch mal ein bisschen auflockern und auch für die richtige Stimmung sorgen können.

Gleiches gilt im Konzept beispielsweise für Rituale. Das können eine gleiche Begrüßung oder Verabschiedung sein. Das können Sprüche oder Zitate regelmäßig an bestimmten Stellen im Podcast sein. Oder am Anfang einer jeden Folge gibt es zum Beispiel die Neuentdeckung der Woche, nur um jetzt mal ein Beispiel zu nennen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Und zu guter Letzt beim Konzept natürlich auch die passende Länge. Macht ihr beispielsweise eine Podcast-Folge über aktuelle News, dann sollte die jetzt nicht unbedingt zwei Stunden dauern, während eine Diskussion über ein bestimmtes Thema mit zwei, drei Beteiligten nicht unbedingt gleich nach fünf Minuten erledigt sein sollte. Also auch da ist es durchaus wichtig, dass für ein stimmiges Konzept die Länge der Podcast-Folgen passend gewählt wird.

Bereich 3: Technik

Dann kommen wir zum nächsten großen Bereich, der einen guten Podcast ausmacht, nämlich die Technik. Den Bereich Technik habe ich jetzt mal in drei Unterbereiche aufgeteilt. Den allerwichtigsten nenne ich jetzt einfach mal an der Stelle zuerst, und zwar das Thema Equipment.

Vor allem das Thema Mikrofon spielt beim Podcast natürlich eigentlich die Rolle schlechthin. Ja, viele Podcaster, die mit ihrem Podcast starten, glauben: „Ich kann mir ja später immer noch ein teureres Mikrofon kaufen.“ Aber ich sage es euch ganz ehrlich: Da ist an der falschen Stelle gespart. Denn nichts ist für einen guten Podcast wichtiger als ein gutes und vernünftiges Mikrofon. Und dafür muss man jetzt auch nicht gleich 500 oder 1.000 Euro ausgeben. Es gibt durchaus für 100 bis 150 Euro vernünftige Mikrofone, mit denen man gut arbeiten kann und sehr gute Aufnahmen hinbekommt. Aber bitte setzt da auf ein vernünftiges Mikrofon und nicht auf beispielsweise das eingebaute Mikrofon vom Notebook oder auf irgendein Headset, was zum Beispiel beim Handy dabei war, sondern kauft euch, wenn ihr einen Podcast starten wollt, ein anständiges Mikrofon und arbeitet dann auch damit.

Dann der zweite Unterbereich ist für mich die Tonqualität, wo natürlich das Equipment eine ganz wesentliche Rolle spielt. Aber natürlich spielt auch die Tonqualität beispielsweise bei Interviewaufnahmen, vor allem, wenn die remote stattfinden, mit rein. Viele Podcaster machen Interviews mit Gästen, die kein Mikro haben oder tatsächlich auch mit dem eingebauten Notebook-Mikro oder was auch immer arbeiten. Und dann ist alles verrauscht und es hallt und man hört eigentlich den Interviewgast kaum bis gar nicht. Das macht dann weder den Hörern noch dem Interviewer selbst Spaß und bringt dann letztlich auch dem Interviewten nicht wirklich das, was es eigentlich bringen sollte.

Und da spielt natürlich auch das Thema Nachbearbeitung und Optimierung der Audioqualität mit rein. Denn auch dazu solltet ihr als Podcaster in der Lage sein und sei es nur mit entsprechenden Optimierungstools, die das Ganze automatisiert machen. Aber auch das kann helfen, die Tonqualität noch mal ein gutes Stück nach oben zu bringen.

Zu guter Letzt im Bereich Technik ist der weitere Medieneinsatz. Denn viele denken ja, ein Podcast besteht tatsächlich nur aus der Podcast-Folge, die dann hochgeladen wird, und das war es. Nein, dem ist natürlich nicht so. Ein Podcast besteht aus noch viel mehr. Beispielsweise der Webseite zum Podcast. Dort kannst du deine Podcast-Folgen als Blogbeitrag veröffentlichen, so dass Interessierte das Ganze auch noch mal nachlesen können und vielleicht dazu auch ergänzende Tools oder Unterlagen finden und so weiter.

Natürlich spielt auch Social Media eine ganz wesentliche Rolle bei einem guten Podcast. Denn, wer den Podcast nicht kennt, der hört ihn auch nicht. Und sowohl das Marketing im Bereich Social Media als auch über Social Media zusätzlichen Content raushauen ist im Prinzip eine perfekte Ergänzung, was einen guten Podcast ausmacht. Und eine Community entsprechend pflegen und die auch in den Podcast mit einbeziehen. Das Ganze geht Hand in Hand. Das Gleiche gilt natürlich auch noch für andere Bereiche, wie zum Beispiel das Thema E-Mail-Marketing.

Bereich 4: Regelmäßigkeit

Und zu guter Letzt mein vierter Bereich auf den ich eingehen möchte, nämlich Regelmäßigkeit. Denn nichts ist schlimmer, als wenn ein Podcast gestartet wird, der dann sagt, okay, es wird einmal pro Woche eine Folge veröffentlicht, und es passiert auf einmal mehrere Wochen nichts und dann kommt mal irgendwann wieder eine Folge. Letztlich verlassen sich die Hörer da auf euch.

Und im Idealfall haben sie den Podcast auch abonniert und folgen dir auch genau deswegen, weil regelmäßig Content erscheint. Das heißt, du hast auf der anderen Seite auch irgendwo eine Verbindlichkeit gegenüber den Hörern. Letztlich wird das Ganze, also den Podcast anhören, zum Ritual für eure Hörer. Somit ist es quasi ein regelmäßiges Date, was euer Hörer mit euch eingeht und ausmacht. Und kommt ihr letztlich nicht oder vielleicht zu spät – wenn es einmal passiert, dann wird es vielleicht noch mal hingenommen. Aber passiert es regelmäßig und erscheint da keine neue Folge, dann kann es durchaus sein, dass die Hörer euch das übel nehmen und sich vielleicht nach einem alternativen Format umschauen, wo wirklich der Content regelmäßig erscheint und auch zu den fest committeten Tagen im entsprechenden Rhythmus.

Eigentlich müsst ihr euch nur die Frage stellen: Würdet ihr euch weiterhin mit jemandem verabreden, wenn ihr wüsstet, dass der- oder diejenige immer zu spät kommt oder vielleicht auch gar nicht erst auftaucht? Ich glaube, die Antwort darauf sollte relativ klar sein. Deswegen, Thema Regelmäßigkeit macht für mich definitiv auch einen guten Podcast aus, wenn das Thema Kontinuität und Regelmäßigkeit eingehalten wird.

Ja, so viel zum Thema: Was macht einen guten Podcast aus? Ich hoffe, ich konnte euch an der Stelle ein paar Eindrücke mit auf den Weg geben. Und vielleicht habt ihr ja die eine oder andere Idee mitgenommen, an der ihr bei eurem Podcast noch arbeiten könnt und die vielleicht noch ausbaufähig ist. In diesem Sinne wünsche ich jetzt erst mal frohes Podcasten und wir hören uns in der nächsten Folge wieder.

Bis dahin euer Daniel.




Kennst du schon die Podcast Stories Community?

Die Facebook-Community rund um die Themen „Podcasting“ und „Podcast als Business-Modell“.
Hier kannst du dich als Podcaster mit Gleichgesinnten vernetzen und austauschen. Auch Einsteigern wird von erfahrenen Podcastern unter die Arme gegriffen.

Zur Podcast Stories Community


Lass uns vernetzen: Podcast Stories@Social Media

Du findest mich mit Podcast Stories auch auf weiteren Social Media Kanälen. Lass uns doch auch dort in Verbindung bleiben:

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.