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Wie viel soll ich in meinem Podcast schneiden?

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„Darfs eine Scheibe mehr sein?“

Hach ja, das weckt Kindheitserinnerungen.

Da gabs dann beim Metzger eine Wiener oder ein Stückchen Wurst auf die Hand.

Doch wie ist es beim Podcasten?

Darfs auch hier ein Ähm, eine Pause oder eine Unterbrechung mehr sein?

Wie viel soll ich denn jetzt in meinem Podcast schneiden?

Lieber zu viel als zu wenig?

Lieber authentischer und nichts schneiden oder perfektionistisch unterwegs sein und alles raus was stört?

Du siehst: Fragen über Fragen 😉

Und die Antwort darauf findest du in dieser Folge von Einfach Podcasten

Shownotes zur Podcast-Folge

Folge 15: Wie du deine Hörer aktiv in deinen Podcast einbindest

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Inhalt der Podcast-Folge

Bestimmt kennst du das: Du hast eine neue Folge für deinen Podcast aufgenommen und möchtest die Folge nachbearbeiten. Doch wieder einmal stellst du dir die Frage: Wie viel soll ich in meinem Podcast schneiden?

Bevor ich darauf antworte, möchte ich gern klären, weshalb bestimmte Dinge aus deiner Podcast-Folge herausgeschnitten werden sollten.

Als Podcaster ist es dein Job, deinen Hörern das bestmögliche Audioerlebnis zu deinem Content zu bieten. Dein Inhalt sollte so natürlich wie möglich und bestenfalls so flüssig wie möglich sein. Ohne Störungen, Unterbrechungen oder etwas, das den Fluss unterbricht.

Welche Arten von Störungen gibt es und sollten diese herausgeschnitten werden?

1. Längere Pausen

Neben bewusst eingebauten Pausen zum Spannungsaufbau gibt es Pausen, die entstehen, weil du überlegen musst, wie du etwas ausdrückst. Ich empfehle es, Pausen, die den Redefluss unnötig stören, zu entfernen – denn wer wartet schon gern.

2. Füllwörter

Eine Philosophie-Frage bei vielen Podcastern ist, ob Füllwörter wie “Ähm” aus der Folge herausgeschnitten werden sollten. Meine Meinung dazu: Wenn es extrem viele sind, würde ich sie entfernen. Dabei muss nicht jedes “Ähm” herausgenommen werden. Es dürfen Füllwörter in einer Podcast-Episode bleiben, denn sie machen authentisch.

Ich persönlich versuche, während der Aufnahme beim Sprechen “Ähms” zu vermeiden. Wenn du hingegen viele Füllwörter nutzt, empfehle ich dir, daran zu arbeiten, sie dir abzugewöhnen. So ersparst du dir eine Menge an Nachbearbeitungszeit.

Es gibt Füllwörter, die zwischen zwei Sprechpausen gesondert stehen und jene, die quasi mittendrin im Wort sind. Bei Letzterem würde es sich schlicht und ergreifend unnatürlich anhören, das Füllwort herauszuschneiden. Wie erwähnt sollte sich dein Podcast natürlich anhören. Lasse dich also von einem “Ähm” mehr oder weniger in der Episode nicht verrückt machen.

Höre beim Herausschneiden der Füllwörter auf dein Bauchgefühl, aber lasse deinen inneren Perfektionisten außen vor. Das richtige Maß ist die goldene Mitte: Lasse die “Ähms” in der Folge, wenn es nicht zu viele sind oder dezimiere sie, wenn sie den Hörfluss extrem stören.

3. Bestimmte Laute

Ein Schnalzen mit der Zunge oder ein Schmatzen während des Sprechens kann vorkommen. Wenn du findest, dass diese Laute bei dir Überhand nehmen, könntest du dir überlegen, ein paar Stunden Sprachtraining zu nehmen, um sie zu reduzieren. Ansonsten gilt für das Herausschneiden das Gleiche wie für die Füllwörter: Sei nicht zu perfektionistisch und frage deine Hörer im Zweifel, ob sie diese bestimmten Laute stören.

4. Klassische Unterbrechungen

Das Telefon oder Handy klingelt, der Postbote läutet an der Haustür, ein Familienmitglied kommt in den Raum hereingeplatzt, …

Derartige Unterbrechungen, die den Redefluss unterbrechen, würde ich herausschneiden. Je nachdem, wie authentisch du sein möchtest, ist es aber dir überlassen, ob du solche Störungen in der Folge lassen oder doch lieber herausschneiden möchtest.

5. Technische Unterbrechungen

Vor allem bei Interviews kann es aufgrund von einer schlechten Internetverbindung öfter einmal zu technischen Störungen kommen.

Ich hatte einmal den Fall, dass es während einer Interview-Aufnahme viele Störungen gab und das Gespräch leider sehr abgehakt klang. Da der Content aber sehr wertvoll war und ich diesen meiner Community nicht vorenthalten wollte, hatte ich die Episode trotzdem ungeschnitten veröffentlicht. Von meinen Hörern bekam ich daraufhin das Feedback, dass die “Ruckler” sehr störend seien.

Also habe ich mir die Mühe gemacht und jeden einzelnen “Ruckler” aus dem kompletten Gespräch geschnitten. Danach habe ich die Folge optimiert nachveröffentlicht und dies offen kommuniziert. Das kam sehr gut bei meinen Hörern an. Seitdem nehme ich jedes Mal den Aufwand in Kauf und entferne solch technische “Ruckler”.

6. Niesen, Räuspern, Husten usw.

Ein kurzes Räuspern hier und da stört sicherlich noch niemanden. Fängst du aber an den bekannten Frosch im Hals loszuwerden oder niest wie der Weltmeister, dann kannst du genau solche Dinge aus der Aufnahme herausschneiden.

7. Versprecher

Wenn ich einen kompletten Satz völlig verdrehe, beginne ich ihn während der Aufnahme im Regelfall noch einmal von vorn und schneide den Teil mit dem versprochenen Satz heraus.

Als kleinen Tipp möchte ich dir an dieser Stelle mit auf den Weg geben, dass du bei solchen Versprechern in die Hände klatschst. Das siehst du sehr deutlich in den Ausschlägen der Tonspur und es lässt sich deutlich und schnell herausfiltern.

Abschließend gibt es noch diese kleinen Details, die ich zusätzlich (vor allem bei Interviews) editiere:

  • Fragen wie: “Hörst du mich noch?”, oder “bist du noch da?” vom Gesprächspartner.
  • Ich briefe meine Interviewgäste, dass Bestätigungslaute wie “hmm” oder “ja” keine Aufforderung zur Unterbrechung sind. Im Nachhinein mute ich diese Laute auf meiner Tonspur.
  • Ein typisches Übersprechen, wenn du und dein Gegenüber aus Versehen gleichzeitig sprechen.

Fazit

Auf die Frage: “Wie viel soll ich in meinem Podcast schneiden?”, gibt es in meinen Augen keine richtige oder falsche Antwort. Du bestimmst, ob du Wert auf Authentizität legst und die Folgen lieber ungeschnitten veröffentlichst.

Ich persönlich finde, dass wir als Podcaster unseren Hörern das bestmögliche Hörerlebnis bieten sollten. Dazu gehört für mich, dass gewisse Dinge aus der Tonspur geschnitten werden. Frage im Zweifel deine Hörer und beziehe sie in die Entscheidung mit ein.

Wenn du dich nun fragst, ob du deinen Hörern bereits ein gutes Audioerlebnis bietest und welche Stellschrauben du drehen kannst, um deinen Podcast noch sichtbarer zu machen, dann nehme ich diesen gern unter die Lupe. In einem Podcast-Checkup analysiere ich deinen Podcast im Detail und arbeite 40 relevante Kriterien heraus. In einem 1:1 Gespräch erhältst du anschließend entsprechendes Feedback und du bekommst Optimierungsmöglichkeiten zur direkten Umsetzung von mir an die Hand.

Lass mich in den Kommentaren wissen, wie viel du bei deinem Podcast editierst. Gehörst du zum Team der Perfektionisten oder stellst du deine Episoden ungeschnitten online?




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