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Warum du ein Interview abbrechen solltest

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„Und plötzlich musste ich das Interview abbrechen…“

Ein Interview abbrechen?

Warum sollte man das tun?

Gründe gibt es tatsächlich viele.

Darunter äußere Einflüsse, höhere Gewalt und manchmal treibt es auch ein Interviewpartner zu weit.

Wann du ein Interview abbrechen solltest und wie du in dieser Situation souverän reagierst, erfährst du in dieser Folge von Einfach Podcasten.

Shownotes zur Podcast-Folge

Folge 6: Soll ich meine Interviewgäste bezahlen?

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Inhalt der Podcast-Folge

Heute soll es einmal um das Thema Interviews gehen. Genauer gesagt um die Frage, wann du ein Interview abbrechen solltest. Ich möchte dir ein paar Gründe aufzeigen, weshalb du ein Interview freiwillig oder auch gezwungenermaßen abbrechen solltest oder gar musst. Außerdem erfährst du, wie du nach dem Abbruch souverän reagierst und du bekommst hilfreiche Tipps, wie du erst gar nicht in solch eine Situation kommst.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Abbrüchen.

Abbruch aus Gründen von äußerlichen Umständen

Ein Abbruch aus höherer Gewalt bedeutet, dass du die äußerlichen Umstände nicht beeinflussen kannst. Das kann z. B. sein, wenn der Strom ausfällt, die Internetleitung streikt oder das Mikrofon plötzlich kaputt wird – vorausgesetzt, du führst deine Interviews remote. Oder wenn du bzw. dein Interviewgast aus dem Online-Tool geworfen werdet, das du für die Aufnahme verwendest und ihr euch nicht wieder einwählen könnt. Falls das vorkommt: Immer die Ruhe bewahren. Bleib entspannt, denn weder du noch dein Interviewgast könnt etwas dafür.

Wichtig ist, dass du deine Interview-Gäste auf diese Art von Situation vorbereitest. Teile deinem Interviewpartner am besten im Rahmen des Vorgesprächs mit, dass ihr in so einem Fall kurz telefoniert und im Zweifel einen neuen Termin ausmacht. Deswegen ist es sinnvoll, andere Kontaktmöglichkeiten zu deinem Interviewgast bereitzuhalten und sich abzustimmen, wie ihr bei einem Abbruch kommuniziert (z. B. per E-Mail, Handy, Messenger über mobile Daten).

Freiwilliger Abbruch

Diese Art von Abbruch kannst du selbst steuern und das Interview ganz bewusst unterbrechen. Ein Beispiel dafür könnte sein, dass unerwartet ein starkes Gewitter ausbricht und die Hintergrundgeräusche so laut werden, dass das Interview nicht mehr in Ruhe fortgeführt werden kann (z. B. wenn der Hagel gegen das Fenster prallt). Bitte hier deinen Interviewpartner um Verständnis, das Interview abzubrechen und beim nächsten Mal an dieser Stelle weiterzuführen.

Ich musste einmal ein Interview unterbrechen, als meine Frau währenddessen auf einmal vor mir stand, mit unserer Tochter auf dem Arm, die eine Platzwunde am Kopf hatte. Mein Interviewpartner hatte natürlich Verständnis für diesen Notfall und wir haben das Ende des Gesprächs an einem neuen Termin aufgenommen. Solche Art von Vorfällen sind ebenfalls eine Art höhere Gewalt, bei denen du jedoch den Abbruch steuern kannst.

Welche interessanten Gründe gibt es aber noch, die dafür sorgen, dass das Interview nicht so wird, wie du es dir vorgestellt hast?

Tonqualität passt nicht

Du bemerkst im Vorgespräch, dass das Mikro deines Gastes keine ausreichende Qualität hat.

Hake in so einem Fall am besten nach, ob ein alternatives Mikrofon zur Verfügung steht. Auch kannst du um Verständnis bitten, dass du für deine Hörer eine ausgezeichnete Audioqualität sicherstellen möchtest. Frage deinen Interviewgast, ob er sich ein angemessenes Mikrofon organisieren kann oder, wenn du ein Zweit-Mikro hast, kannst du es ihm auch zuschicken. Tatsächlich kenne ich Podcaster, die Mikrofone für ihre Interviews verschicken, um dafür die bestmögliche Tonqualität zu gewährleisten.

Die Umgebung deines Interviewgastes ist zu laut.

Im Idealfall kannst du diesem Problem beim Briefing vorbeugen und deinen Gesprächspartner darauf hinweisen, dass eine angemessene Umgebung für das Interview gewählt werden sollte.

Dein Interviewpartner kommt mit der Technik nicht klar.

Mein Tipp für diesen Vorfall ist, deinen Gesprächsgast so gut wie möglich zu unterstützen. Du könntest z. B. einen Video-Call über WhatsApp anbieten und deinem Gesprächspartner remote behilflich sein. Sollte es gar nicht funktionieren, frage deinen Interviewgast, ob ihn jemand vor Ort unterstützen kann. Findet einen neuen Termin und macht davor bestenfalls einen Technik-Check.

Die Tonqualität wird während des Gesprächs schlechter.

Ich hatte beispielsweise einmal den Fall, dass ich während einer Aufnahme bei meinem Interviewpartner ständig ein merkwürdiges Klicken gehört habe. Also habe ich ihn darauf angesprochen und es hat sich herausgestellt, dass er einen Kugelschreiber in der Hand hatte, den er aus Nervosität immer wieder geklickt hat. So konnten wir zusammen die Ursache finden und es schnell abstellen.

Bei einer dauerhaften Störung im Hintergrund solltest du das Interview aber abbrechen. Wenn z. B. dein Nachbar plötzlich mit einem immens lauten Vorkriegs-Rasenmäher den Rasen mäht und du keine andere Möglichkeit hast, als dort aufzunehmen, wo das Fenster direkt an den Nachbargarten grenzt. Lassen sich derartige Hintergrundgeräusche nicht abstellen, mache einen Folgetermin mit deinem Interviewpartner aus.

Du hast die Möglichkeit, deine Hörer ganz offen auf diesen Zwischenfall hinzuweisen. Erkläre in der betreffenden Folge, dass ihr im ersten Teil des Interviews unterbrochen wurdet und euch entschieden habt, es an einem neuen Termin fortzuführen. Denn schließlich möchtest du deinen Hörern die bestmögliche Tonqualität bieten. Damit drückst du deinen Zuhörern gegenüber Wertschätzung aus.

Interviewgast selbst als Ursache

Dein Interviewpartner nutzt deinen Podcast als Dauerwerbesendung für sich selbst.

Das geht natürlich gar nicht. In einem Briefing darfst du deutlich betonen, dass der Mehrwert für deine Hörer im Vordergrund steht und der Podcast nicht als Werbeplattform missbraucht werden darf. Hält sich dein Gesprächspartner dennoch nicht daran, so darfst und sollst du die Aufnahme beenden und das Interview verwerfen. Denn wie immer gilt: Dein Podcast – deine Regeln.

Dein Gesprächspartner vergreift sich im Ton.

Das könnten herablassende Sprüche gegenüber Minderheiten sein, unangebrachte Äußerungen oder im schlimmsten Fall ein persönlicher Angriff gegen dich. Je nach Situation darfst du das Interview für eine klare Ansage unterbrechen oder gar ganz beenden.

Bezahlte Interviewgäste

Für den eher seltenen Fall, dass du deine Podcast-Gäste bezahlst, rate ich dir, eine Klausel zu vereinbaren, dass das Honorar nur bezahlt wird, wenn das Interview veröffentlicht wurde. Das bezieht mit ein, dass das Interview nicht abgebrochen wurde, weil dein Interviewpartner sich im Ton vergriffen hat oder er eine Werbesendung aus deinem Podcast machen wollte.

Fazit

Ein Interview abzubrechen kann aus vielerlei Hinsicht sinnvoll sein. Egal ob es höhere Gewalt ist oder du es freiwillig beendest. Manchmal kann es auch sein, dass du es aus einer Notwendigkeit heraus unterbrechen und die Reißleine ziehen musst, weil dein Interviewpartner aus der Reihe tanzt.

Ich hoffe, ich konnte dir für deine Interviews ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben. Solltest du dabei weitere Unterstützung benötigen – egal ob bei Interviews oder allgemein bei deinem Podcast – du weißt, wo du mich finden kannst.

Hast du schon einmal ein Interview abbrechen müssen? Und wenn ja, aus welchem Grund? Schreib mir jetzt deine Antwort in die Kommentare!




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