Warum jeder Podcast einen Redaktionsplan braucht

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Ein Redaktionsplan als Podcaster? Das engt mich doch nur ein und ist viel zu unflexibel. Ist das so? In dieser Folge erfährst du, warum ein Redaktionsplan für Podcaster ein absolutes Muss ist und wie du damit strukturiert arbeiten kannst und trotzdem flexibel bleibst.

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Inhalt der Podcast-Folge

In der heutigen Folge möchte ich mit dir über das Thema Redaktionsplan sprechen und warum jeder Podcast einen haben sollte.

Zu welchem Team gehörst du: Team Spontan oder Team Regelmäßig?

Team Spontan spricht einfach die Folgen dann ein, wenn es gerade passt, und das Thema spielt oft keine große Rolle. Das sind so die typischen „Ich-erzähle-euch-einfach-mal-wie-mein-Tag-so-war-Podcasts“.

Dann gibt es auf der anderen Seite Team Regelmäßig. Team Regelmäßig hat vor, den Podcast vernünftig aufzuziehen und auch die Inhalte in einer vorher committeten Frequenz zu veröffentlichen. Und spätestens dann ist ein gewisses Maß an Planung einfach ein Muss. Und genau dann kommt der Redaktionsplan ins Spiel, der dich genau dabei unterstützt.

Was ist ein Redaktionsplan?

Aber was ist denn jetzt eigentlich ein Redaktionsplan? Im Wort Redaktionsplan ist bereits das Wort „Plan“ enthalten. Das heißt, ein Redaktionsplan unterstützt dich bei der Planung und Organisation deines gesamten Podcast-Contents. Im Prinzip beantwortet ein Redaktionsplan die typischen W-Fragen eines Podcasts:
Was musst du wann wie aufnehmen? Das Was ist typischerweise das Thema der Podcast-Folge. Das Wann ist der Zeitpunkt der Aufnahme, im Idealfall ein gutes Stück vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin. Und das Wie bedeutet im Umkehrschluss: Welche Art von Aufnahme wird es? Wird es eine Solofolge? Wird es ein Interview?

Dann gibt dir ein Redaktionsplan natürlich ein ordentliches Stück an Planungssicherheit, weil du genau weißt, was wann wie ansteht, sprich: Wann musst du deine Folgen aufnehmen? Wann musst du sie spätestens fertig nachbearbeitet und bereit für die Veröffentlichung haben? Außerdem weißt du, in welcher Reihenfolge die entsprechenden Folgen abgearbeitet werden müssen? Und im Umkehrschluss heißt das für dich: Ein Redaktionsplan hilft eben nicht nur bei der Planung, sondern auch bei den weiteren Schritten, sprich bei der Produktion, bei der Veröffentlichung, beim Marketing auf Social-Media-Kanälen und bei deinem Newsletter. Und genau in die einzelnen Punkte möchte ich mit dir jetzt noch näher einsteigen, und zwar im Rahmen der Vorteile eines Redaktionsplans.

Langfristige Planung

Wenn du jetzt zum Team Regelmäßig gehörst, dann haben deine Hörer regelmäßig auch ein Date mit dir und deinem Podcast. Deine Hörer verlassen sich da auf dich, dass du regelmäßig ablieferst und auch neue Folgen veröffentlichst, und zwar in genau dem vorgegebenen Rhythmus, den du auch mit deinen Hörern committet hast. Somit hilft dir dein Redaktionsplan dabei, genau diese Regelmäßigkeit auch aufrechtzuerhalten und am Ball zu bleiben.

Das bringt mich auch gleich zu einem der Hauptvorteile eines Redaktionsplans, nämlich die langfristige Planung deines gesamten Contents. Denn mit einem Redaktionsplan musst du dich eben nicht von Woche zu Woche hangeln, musst eben nicht von heute auf morgen noch schnell die nächste Podcast-Folge fertig machen, sondern planst deinen kompletten Content langfristig. Du planst deine Inhalte voraus. Und da du weißt, welche Inhalte, also welche Podcast-Folgen demnächst anstehen, hast du natürlich die Möglichkeit vorzuproduzieren. Du kannst beispielsweise in Content-Wochen arbeiten. Das heißt, du nimmst dir eine Woche Zeit, wo du nur Podcast-Folgen konzeptionierst, die Skripte erstellst, aufnimmst und nachbearbeitest.

Und genau das gibt dir dann Freiheit für andere Dinge. Das heißt, während der nächsten drei bis vier Wochen, wo du dann quasi frei hast und keinen Content für den Podcast aufnehmen musst, weil du ja vorproduziert hast, kannst du deinen Fokus auf andere Projekte setzen und da voll eintauchen.

Durch die langfristige Planung kannst du ebenso bestimmte Anlässe in deinen Podcast mit reinbringen. Das geht los bei Feiertagen, wie beispielsweise Ostern, Weihnachten und so weiter. In den Podcast-Folgen, die um die jeweilige Zeit veröffentlicht werden, kannst du dann entsprechend Bezug nehmen. Denn wenn du jetzt vorproduzierst, sagen wir mal vier bis sechs Wochen, und würdest die Folge für Ostern bereits im Februar erstellen, kannst du trotzdem auf die Osterzeit eingehen.

Bei den Anlässen geht es dann natürlich noch weiter. Das heißt, du siehst auch gleich auf den ersten Blick, wann stehen ganz spezielle Anlässe für deinen Podcast an, sei es ein Podcast-Geburtstag oder eine runde Folge. wie zum Beispiel die Folge 100 oder irgendwas in der Richtung. Genauso kannst du ganz spezielle Sonder-Folgen, z.B. für den Jahreswechsel, einplanen. Viele machen dann einen Rückblick auf das aktuelle Jahr und sprechen über ihre Ziele für das kommende Jahr. Und genau das kannst du dann mithilfe eines Redaktionsplans entsprechend berücksichtigen.

Ebenso kannst du mithilfe eines Redaktionsplans bestimmte Themen zusammen fahren im Rahmen von Themenwochen/Themenmonaten. Das heißt, du definierst ein Hauptthema und dann machst du genau zu diesem Hauptthema einzelne Podcast-Folgen und fasst diese im Rahmen einer Themenwoche oder in einem Themenmonat zusammen. Der Vorteil für dich: Die Recherchearbeit wird dadurch weniger, da du dich auf ein Fokusthema beschränkst und damit wirst du gleichzeitig ein gutes Stück effektiver.

Übersicht über den kompletten Content

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass du mithilfe deines Redaktionsplans eine komplette Übersicht deiner Inhalte hast. Das heißt, wenn du von oben darauf schaust hast du einen ganzheitlichen Überblick über deinen gesamten Content. Das heißt, du stellst auf der einen Seite sicher, dass du keine doppelten Themenbereiche nacheinander machst, außer es ist gewünscht im Rahmen von einem Themenmonat und Lücken im Redaktionsplan können gezielt mit den richtigen Inhalten geschlossen werden.

Dann kannst du jetzt noch einen Schritt weitergehen. Durch den ganzheitlichen Überblick und damit meine ich nicht nur den Podcast-Content, sondern natürlich auch Content in weiterer Form, sprich Blogartikel, Newsletter, Social-Media-Content. Du kannst dadurch deine Podcast-Folgen und den gesamten Content aufeinander abstimmen. Das heißt, wenn jetzt du beispielsweise eine Themenwoche hast, kannst du ein oder, sagen wir, du veröffentlichst zweimal pro Woche, kannst du zwei Podcast-Folgen genau zu diesem Thema machen, hast zusätzlich noch einen passenden Blogartikel und schickst noch einen entsprechenden Newsletter raus, der auch noch in das jeweilige Thema einsteigt und in einen bestimmten Unterbereich noch tiefer eintaucht. Ergänzend dazu passt du auch noch deinen entsprechenden Social-Media-Content darauf an und schon ist das Ganze eine runde Sache, was auch nach außen ein schönes Bild gibt.

Dann beim Thema übergreifende Themenplanung spielen natürlich auch noch deine Produkte oder Dienstleistungen eine große Rolle. Das heißt, wenn du beispielsweise einen Launch von einem bestimmten Produkt, wie beispielsweise einem Videokurs, planst, auch dann kannst du natürlich deinen gesamten Content auf genau diesen Launch und dieses Produkt abstimmen.

Planung von Interviews

Der nächste Themenbereich für den Redaktionsplan sind Interviews. Wenn du in deinem Podcast planst Interviews zu machen, dann kommst du um eine Planung, vor allem eine zeitliche und natürlich auch inhaltliche Planung, nicht mehr herum. Denn jetzt stell dir mal vor, du veröffentlichst wöchentlich und hast zum Beispiel für nächste Woche Mittwoch ein Interview geplant zu veröffentlichen und jetzt springt dir der Interviewgast ab, weil er krank ist. Was machst du dann? Da musst du schnell agieren und dir dann irgendeine Pseudofolge aus dem Ärmel schütteln, was nicht wirklich zielführend ist.

Denn Interviews brauchen immer entsprechenden Vorlauf, sowohl für die Terminfindung, für die Aufnahme selbst und für die Abstimmung mit dem Interviewpartner. Auch die technische Ausstattung muss vorab geklärt und ggf. getestet werden. Und ein Redaktionsplan unterstützt dich natürlich auch da wieder, dass du deine Interviews sauber einplanen kannst.

Die Ideenliste

Dann kannst du deinen Redaktionsplan um ein zusätzliches „Add-on“ oder „Feature“ erweitern, und zwar eine Ideenliste oder einen Themenpool. Denn jeder Redaktionsplan startet erst mal bei null. Und wie startet jemand, der mit einem Podcast anfängt? Der startet erst mal mit einer Ideenliste und diese wächst mit der Zeit. Im Idealfall hast du dann eine Ideenliste von z.B. 100 Ideen für Podcast-Folgen. Bei deiner regelmäßigen Planung greifst du dann nur noch auf diese Ideenliste zu und bedienst dich daraus. Das heißt, du nimmst dir eine dieser Ideen und schiebst sie quasi in deine Planung für eine nächste Podcast-Folge. Und dann gehst du in die Detailplanung und recherchierst und so weiter.

Umsetzung des Redaktionsplans

Also du siehst, das Ganze geht alles so ein bisschen Hand in Hand. Und ohne einen Redaktionsplan wird das Ganze schwierig. Spätestens wenn ihr im Team unterwegs seid dann solltest du allerspätestens einen Redaktionsplan einführen, sodass ihr wirklich als Team eine gemeinsame Sprache sprecht und jeder den aktuellen Stand der Dinge von den einzelnen Folgen kennt.

Jetzt gibt es natürlich ganz viele Tools und Möglichkeiten, so einen Redaktionsplan auch umzusetzen. Wenn du jetzt nicht weißt, wie du starten sollst, starte simpel, nutze ein Excel-Tool oder bau dir selbst ein kleines Excel-Tool, was in zehn Minuten erledigt ist. Da musst du kein großer Excel-Profi sein. Alternativ starte ganz simpel auf Papier.

Vorurteile gegen einen Redaktionsplan

Abschließend möchte ich mit dir jetzt noch auf zwei ganz typische Vorurteile zu sprechen kommen. Das erste große Vorurteil ist die fehlende Flexibilität: „Ein Redaktionsplan engt mich total ein und mir fehlt einfach das Spontane.“ Wirklich? Ist das so?

Mal angenommen, du hast jetzt einen Redaktionsplan, veröffentlichst, sagen wir mal, wöchentlich und hast für die nächsten zwei Monate vorgeplant. Du hast noch nicht vorproduziert, sondern hast erst mal nur die Planung gemacht. Abends unter der Dusche hast du die Idee schlechthin für eine Podcast-Folge, die du am liebsten so schnell wie möglich aufnehmen und veröffentlichen willst. Dann heißt es Redaktionsplan öffnen, schauen was die nächste Folge wäre und die planst du dann einfach um.

Bei Trello zum Beispiel arbeite ich mit Karten und Listen. Eine Karte ist immer eine Podcast-Folge. Und ich schiebe dann diese Karte einfach aufs Ende der aktuellen Planung und schiebe vorne eine neue Karte rein.

Ja, und jetzt die Frage: Wo fehlt genau da die Flexibilität? Ein Redaktionsplan engt dich eben nicht ein, sondern gibt dir die notwendige Flexibilität. Gleichzeitig bringt dir ein Redaktionsplan einfach ein gutes Stück Sicherheit, weil du genau weißt, was kommt. Du kannst die Themen dann sauber auch aufeinander abstimmen.

Dann zum zweiten Vorurteil, was immer wieder kommt: „Einen Redaktionsplan zu pflegen, ist doch viel zu viel Arbeit.“ Wenn du bei null startest, gebe ich dir recht. Du musst erst mal das Ganze aufbauen und in eine Form bringen, mit der du dich wohlfühlst. Ist das Ganze aber einmalig passiert, dann hast du kaum Arbeit, einen Redaktionsplan zu pflegen.

Es kommt auch immer darauf an, welche Prozesse in dem Redaktionsplan abgebildet werden. Nutzt du ihn tatsächlich nur für eine Planung, dann ist das relativ schnell erledigt. Du machst einmal im Monat oder einmal alle zwei Wochen zum Beispiel einen Planungstermin von einer Stunde und planst genau die nächsten Wochen in deinen Redaktionsplan ein und dann war es das. Hast du sämtliche Prozess-Schritte für deinen gesamten Content im Redaktionsplan abgebildet, dann wird die Pflege zwar ein kleines Stück aufwendiger, aber das liegt letztlich bei dir selbst.

Fazit

Von daher kann ich die Vorurteile definitiv nicht nachvollziehen und komme an der Stelle dann auch gleich zum Fazit. Für mich sorgt ein Redaktionsplan für Planungssicherheit und gibt dir eine gesamtheitliche Übersicht über deinen gesamten Content.

Das Ganze sorgt für ein sauberes, strukturiertes Vorgehen, was letztendlich zu einem besseren Ergebnis führt. Unterm Strich ist ein Redaktionsplan als Podcaster ein absolutes Must-Have. Vor allem, wenn du deinen Podcast als Business beziehungsweise Side-Business aufziehen möchtest.

Wie handhabst du es? Arbeitest du mit einem Redaktionsplan oder machst du das eher spontan?




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